Erst die Frage, dann die App
„Fotos aufräumen“ klingt nach einer einzigen Aufgabe, steckt aber voller Fragen: Willst du automatisch scannen lassen und in einem Rutsch viel Platz freimachen? Lieber Foto für Foto wischen und selbst sortieren? Oder sicherst du deine Fotos ohnehin in einer Cloud? Die Tabelle oben zeigt, wie deja neben verbreiteten Apps in diesem Bereich dasteht – hier geht es darum, welche zu welchem Vorgehen passt.
Wenn du beim Zurückblicken aufräumen willst
deja dreht die Reihenfolge um: Du erlebst zuerst einen zufälligen vergangenen Tag noch einmal, wie eine Story, und markierst unterwegs, was du nicht brauchst. Am Ende zeigt dir deja die Gesamtgröße und löscht alles mit einer einzigen iOS-Bestätigung. Das passt zu allen, die lieber eine kleine Gewohnheit pflegen als eine einmalige Großaktion, und die dabei auch etwas von ihren alten Fotos haben wollen, statt nur eine Aufgabe abzuhaken. Aufräumen ist immer kostenlos, ohne Limit; nur das Wiedererleben verbraucht Guthaben, von dem du 50 zum Start bekommst.
Wenn du nur exakte Duplikate loswerden willst
Dafür hat die Fotos-App des iPhones ein eingebautes Werkzeug: das Album „Duplikate“ unter „Dienstprogramme“, das exakte Kopien automatisch erkennt und mit „Zusammenführen“ auf die Version in der höchsten Bildqualität reduziert. Wer keine weitere App installieren will und nur dieses eine Problem hat, kommt damit oft schon aus. Mehr dazu im Leitfaden Doppelte Fotos auf dem iPhone finden und zusammenführen.
Wenn du automatisch scannen und in einem Rutsch aufräumen willst
Gemini Photos wurde durch CleanMy®Phone von MacPaw ersetzt. Solche Apps scannen deine Mediathek und gruppieren Duplikate, ähnliche Fotos, verwackelte Aufnahmen, Screenshots und große Videos zum Entfernen. Das eignet sich, wenn du einmalig viel Speicherplatz brauchst und den Vorschlägen des Scans vertraust. Der Nachteil: Du siehst die Fotos dabei weniger im Kontext des Tages, an dem sie entstanden sind.
Wenn du lieber wischst und sortierst
Apps wie Slidebox sind fürs Wischen gebaut: Fotos löschen oder in Alben einsortieren, eins nach dem anderen. Das passt zu allen, denen Sortieren wichtiger ist als Zurückblicken, und die dieselbe App auch auf iPad oder Mac nutzen wollen.
Wenn deine Fotos ohnehin in der Cloud liegen
Google Fotos ist in erster Linie ein Cloud-Backup mit KI-Suche, kein Aufräum-Werkzeug: Ähnliche Fotos werden zwar automatisch zu „Fotostapeln“ gruppiert, das ändert laut Google aber nichts am verfügbaren Speicherplatz – gelöscht wird weiterhin von Hand. Wer ohnehin ein Google-Konto nutzt und geräteübergreifend sichern will, hat damit oft eine praktische Basis, kombiniert mit einer der Apps hier fürs eigentliche Aufräumen.
Wenn dir Jahrestage wichtiger sind als Aufräumen
Timehop zeigt dir, was an einem bestimmten Datum in früheren Jahren passiert ist, auch aus sozialen Netzwerken – dafür brauchst du ein Konto, und gelöscht wird dabei nichts. Wer nur zurückblicken, aber nicht aufräumen will, ist damit besser bedient als mit deja.
Was „automatisch“ wirklich bedeutet
Ein Wort taucht bei fast jeder dieser Apps auf: „automatisch“. Wichtig ist, wofür genau. Exakte Kopien findet schon die Fotos-App selbst, ganz ohne weitere App. Scan-Apps gehen weiter und schlagen ähnliche, unscharfe oder überflüssige Fotos vor – ob dieses Foto wirklich zu unscharf ist, welcher von zwei ähnlichen Schnappschüssen der bessere ist oder ob ein Screenshot noch gebraucht wird, entscheidest am Ende trotzdem du. Die Apps unterscheiden sich also weniger darin, ob ein Mensch entscheidet, sondern wie: anhand einer Vorschlagsliste nach einem Scan, Foto für Foto beim Wischen oder eingebettet in den Kontext eines ganzen vergangenen Tages.
Häufige Kombinationen
Wer schon eine Cloud-Sicherung wie Google Fotos oder iCloud-Fotos nutzt, muss sich nicht zwischen Sichern und Aufräumen entscheiden – beides läuft parallel. Eine gängige Kombination: das Duplikate-Album der Fotos-App als schneller erster Durchgang gegen exakte Kopien, danach eine Gewohnheit wie deja für alles, was Kontext braucht. Ein einmaliger Scan mit einer App wie CleanMy®Phone und ein tägliches oder wöchentliches Wiedererleben mit deja schließen sich ebenfalls nicht aus: erst der grobe Ballast, dann die Fotos, bei denen jemand wirklich hinschauen muss.
Diese Seite kommt von deja
Diese Übersicht stammt von TechTech, dem Studio hinter deja – wir sagen das offen, weil es bei jedem Vergleich eine Rolle spielt, wer ihn geschrieben hat. Die Angaben zu den anderen Apps stammen aus deren eigenen App-Store-Seiten und offiziellen Hilfeseiten, mit Quellen unter jedem Vergleich; Preise und Bewertungen lassen wir bewusst weg, weil sie sich laufend ändern.