Fazit: wofür welche App
Google Fotos ist in erster Linie ein Cloud-Backup: Deine Fotos und Videos werden automatisch in deinem Google-Konto gesichert, sind auf jedem Gerät abrufbar, lassen sich per Beschreibung durchsuchen und mit KI-Werkzeugen bearbeiten. deja bleibt auf dem iPhone, lädt nichts in eine Cloud hoch und macht aus dem Aufräumen eine kleine tägliche Gewohnheit. Wer beides will, kann beides parallel nutzen.
Was Google Fotos ist
Google Fotos sichert Fotos und Videos automatisch in deinem Google-Konto – laut App-Store-Beschreibung sind 15 GB Cloud-Speicher pro Konto kostenlos enthalten. Die App bearbeitet Bilder mit KI-Werkzeugen wie dem „Magischen Radierer“, lässt sich mit Suchanfragen in eigenen Worten durchsuchen und lässt unter „Erinnerungen“ vergangene Momente wieder aufleben. Zum Aufräumen fasst Google Fotos nahezu identische Aufnahmen automatisch zu „Fotostapeln“ zusammen – das ordnet die Ansicht, hat laut Googles eigener Hilfe aber keinen Einfluss auf den verfügbaren Speicherplatz. Gelöscht wird weiterhin von Hand; ein gelöschtes Foto bleibt 30 Tage im Papierkorb und wird danach endgültig gelöscht.
So löschst du in Google Fotos und stellst wieder her
Du hältst ein Foto gedrückt und tippst auf „Papierkorb“ – ab dann lässt es sich 30 Tage lang aus dem Papierkorb wiederherstellen, per Gedrückthalten und „Wiederherstellen“. Das klingt wie bei der Fotos-App des iPhones, hat aber einen wichtigen Unterschied: Ist die Sicherung aktiv, entfernt das Löschen in Google Fotos das Foto auch von deinem iPhone und von jedem anderen Gerät, auf dem Google Fotos mit aktivierter Sicherung läuft – nicht nur aus der Cloud. Willst du ein Foto nur aus Google Fotos entfernen, es aber auf dem Gerät behalten, deaktivierst du laut Google zuerst die Sicherung auf diesem Gerät und löschst es dann über photos.google.com.
Für wen Google Fotos die bessere Wahl ist
- Du willst deine gesamte Fotomediathek automatisch und geräteübergreifend sichern, auch auf Android oder im Web.
- Dir ist eine Suche wichtig, bei der du einfach beschreibst, was auf dem Foto zu sehen ist.
- Du bist ohnehin im Google-Ökosystem unterwegs und teilst Alben mit Leuten, die kein iPhone nutzen.
Für wen deja passt
- Du willst deine Fotos nicht zusätzlich in eine Cloud hochladen – deja liest deine Mediathek nur auf dem Gerät.
- Du suchst keinen Speicherdienst, sondern eine Gewohnheit, bei der das Aufräumen nebenbei passiert, während du einen vergangenen Tag noch einmal erlebst.
- Du willst selbst entscheiden, was gelöscht wird, statt dich auf eine automatische Gruppierung zu verlassen, die laut Google keinen Speicherplatz freigibt.
Zwei verschiedene Antworten auf „Speicher voll“
Bei Google Fotos heißt die Antwort meist: zusätzlichen Speicher per Abo kaufen. Bei deja heißt sie: entscheiden, was wirklich weg kann – Aufräumen ist dort kostenlos und braucht keinen Speicherplan. Beides ist legitim, löst aber unterschiedliche Probleme: Wer vor allem eine wachsende Sammlung geräteübergreifend sichern will, kauft eher Cloud-Speicher dazu; wer vor allem eine überfüllte Mediathek auf dem iPhone in den Griff bekommen will, kommt ums Entscheiden nicht herum, egal welche App dabei hilft.
Und wer seine Fotos vor allem finden will, nicht aufräumen, ist mit einer Suche wie der von Google Fotos besser bedient als mit einer Rückblick-App.
Auch kombinierbar
Die beiden Apps stehen sich nicht im Weg: Google Fotos kann im Hintergrund weiter sichern, während du mit deja regelmäßig entscheidest, was auf dem iPhone gelöscht werden soll. deja arbeitet dabei nur mit der Fotomediathek deines iPhones über Apples Photos-Framework und greift nicht auf Google Fotos zu. Mehr zum Ablauf von deja steht unter So funktioniert deja; wie sich deja von der eingebauten Fotos-App unterscheidet, zeigt deja vs Apple Fotos.